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Passionsandachten, dienstags 19 Uhr Fastenaktion 2026

"Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte"

so lautet das Motto der diesjährigen Fastenaktion der evangelischen Kirche '7 Wochen ohne'. Von Aschermittwoch, 18. Februar bis Karsamstag, 4. April verzichten viele auf Dinge oder Gewohnheiten, die uns nicht gut tun.

In der Fastenaktion steht jede Woche unter einem bestimmten Thema, dem ein Bibelwort zugeordnet ist. Wir laden herzlich zur Fastenandacht per Zoom zu den Wochenthemen ein, jeweils am

Dienstag um 19 Uhr

für eine halbe Stunde:

24 Februar 2026:

Sehnsucht

mit stud. theol. Jana Jung (Gemeindepraktikantin) aus Cambridge und Pastorin Anna Böllert von der Synode

3 März 2026:

Weite

mit Kerstin Othmer aus Cambridge

10 März 2026:

Verletzlichkeit

mit Silke Halfmann aus London-Ost

17 März 2026:

Mitgefühl

mit Christa Hunzinger aus Nordengland & East Midlands

24 März 2026:

Nachfragen

mit Matthias Kaffka aus Schottland

31 März 2026:

Furcht und große Freude

mit Sebastian Fuhrmann aus London-West


Treffpunkt

zoom

Meeting ID: 824 0313 0712

Kenncode: 390614


Seit Jesu Tod erinnern sich Christen in den Wochen vor Karfreitag an das Leiden und Sterben Jesu Christi und bereiten sich auf Ostern vor, auf die Botschaft von der Auferstehung. Die sogenannte Fasten- oder Passionszeit beginnt mit dem Aschermittwoch und endet am Karsamstag. Kalendarisch dauert die Passionszeit allerdings länger als 40 Tage, weil man die Sonntage als Feiertage vom Fasten und Büßen ausgenommen hat.

Den Himmel milde stimmen

Früher war das ganze Kirchenjahr durchgetaktet nach Tagen und Wochen des Fastens und es gab genaue Speisevorschriften für diese Zeiten. Etwa im Mittelalter waren gutes Essen und Musik, der Spaß an Spiel, Tanz und am Feiern nur erlaubt nach Fristen und Geboten.

So ging es mehr und mehr darum, beim Fasten nur nichts falsch zu machen. Und andersherum betrachtet: mit regelmäßiger Askese Gott zu gefallen – oder dem Papst, dem Pfarrer oder auch dem Nachbarn. Enthaltsamkeit schien ein probates Mittel, den Himmel milde zu stimmen. 

Mit der Reformation wurden diese strengen Regeln infrage gestellt. Martin Luther lehnte die Vorstellung ab, dass Verzicht und Askese als gute Werke vor der Hölle bewahren. Gefastet hat er wohl, doch nicht als religiöse Pflicht. Er empfiehlt das Fasten "als eine feine äußerliche Zucht" - aber eben nicht als Weg zum Heil.

Wer in der Fastenzeit auf etwas verzichtet, darf daher nach protestantischem Verständnis selbst entscheiden, was ihm gut tut. Heute knüpft kaum mehr jemand sein Seelenheil an den Verzicht auf Fleisch oder andere Genüsse in der Fastenzeit. Eher gilt sie als Zeit der Einkehr, der Umkehr und Besinnung.

Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn (Mt 4,2)

Damit erinnern christliche Fastentraditionen an die vierzig Tage und Nächte, die Jesus nach seiner Taufe in der Wüste verbrachte und fastete. Im Alten Testament begegnen Menschen mit Fasten den Übergängen zwischen unterschiedlichen Phasen und Sphären.

In der Sphäre zwischen Leben und Tod, beim Trauern oder in Lebensgefahr wurde gefastet – vornehmlich in Sack und Asche. Aber auch zu Gerichtsprozessen, an der Grenze von Recht und Unrecht, enthielt man sich der gewohnten Speisen. Und wer sich an Gott wenden will, bereitet sich mitunter in einer Fastenzeit darauf vor.

In diesem Sinne bedeutet Fasten, Gott gegenüber eine fragende Haltung einzunehmen und zu hören, was er zu sagen hat. Im Verzicht der Fastenzeit lebt die Erinnerung daran, dass wir es nicht immer allein und selber am besten wissen, was gut für uns ist.

Probehalber etwas anders zu machen – auch wenn es schwer fällt – kann die Entdeckung mit sich bringen, dass es anders besser sein könnte. Eine Weile das zu vermeiden, womit wir sonst viel Zeit verbringen und uns besonders im Wege stehen, das setzt Kräfte frei.

 
 
 

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