Nachruf Pastor Harmut Fehse

Am 12. Oktober diesen Jahres ist Pastor i.R. Hartmut Fehse im Alter von 76 Jahren in Großdubrau bei Bautzen verstorben. Er hinterlässt seine Frau Debra und 3 erwachsene Kinder sowie 2 Enkelsöhne.


Pastor Fehse war von 1991-2003 Pfarrer in unserem Pfarramtsbereich. Er übernahm die Stelle, nachdem Pastor von Rabenau in Ruhesstand gegangen war. Bald wurde im Gemeindehaus viel renoviert und Instand gesetzt. So half er dabei, in der Mitte des Gemeindegartens eine niedere Mauer zu bauen, um den Garten zu teilen. Es wurden auch neue Bäume gepflanzt, unter anderem mehrere Quittenbäume. Er und seine Frau Debra waren oft im Garten zu finden – zusammen mit ihrem Sohn Christopher, der erst 2 Jahre alt war, als die Familie ankam. Ich kann mich daran erinnern, dass ich kurz nach unserer Ankunft in Cambridge im Keller stand und den jetzigen hinteren Kellerraum strich – der dann das Pfarrbüro wurde.


Der Adventsbasar fand bis 1993 bei St. Michael’s in der Cambridger Innenstadt statt. Bald aber zogen wir um, nämlich zu der St. Mary’s Schule, wo Debra Fehse als Deutschlehrerin arbeitete. Das war auch der Beginn von Pastor Fehses jährlichen Einkaufsfahrten nach Deutschland kurz vor dem Basar. Wenn das Auto dann vollgepackt vor dem Gemeindehaus ankam, waren wir immer wieder überrascht, was da so zum Vorschein kam. Bald wurden Bastelabende angefangen, an denen von September an Holzdekorationen (z.B. Kerzen-Pyramiden wie aus dem Erzgebirge) gebastelt wurden. Diese Dekorationen verkauften sich sehr gut, da es zu der Zeit noch nicht viele solcher Sachen hier im Lande gab.

Für das leibliche Wohl der Basarbesucher sorgte lange Zeit eine deftige Erbsensuppe, persönlich vom Pfarrer gekocht. Diese fand sehr großen Anklang. Er führte auch das Basarhelfer-Essen ein. Da gab es Wurstpfannekuchen, vom ihm in der alten, kleinen Gemeindeküche gekocht.


Bei den jährlichen Gemeindewochenenden in Hengrave Hall stand oft Singen und Musizieren im Mittelpunkt, denn Musik lag ihm sehr am Herzen. Viele von uns erinnern sich an die schönen Chorproben, die wir in dem schönen hohen Räumen in Hengrave abhielten.

Nach seinem Abschied und dem Umzug nach Bautzen in Sachsen engagierten er und seine Frau sich lange in Chören. Viel Zeit investierte er auch in das Evangelische Kirchenmusikwerk in Bautzen. Und schließlich gab es auch einen großen Garten zu versorgen. Nur in seinem letzten Lebensjahr ging sehr vieles nicht mehr. Wir denken an seine Frau und sein Familie.


Hildegard O‘Kane

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