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Einführung von Pfarrer Oliver Fischer als Studienleiter am Evangelischen Predigerseminar Wittenberg


Ende August erhielten wir von Oliver Fischer eine Einladung zu seiner Einführung als Studienleiter am Evangelischen Predigerseminar Wittenberg. Das war ein willkommender Anlaß wieder einmal nach Deutschland zu fahren und die Reise gleich mit einem Besuch von zahlreichen Freunden und dann eine Weiterfahrt nach Dresden und die Sächsische Schweiz zu verbinden.


Wir übernachteten in Köln und hatten dann von dort noch eine 5-stündige Autofahrt nach Wittenberg. Es wurde gleichzeitig auch eine Reise in die Vergangenheit. Wir fuhren an Wegweisern nach Friedland vorbei. Dort waren die Aufnahmelager von tausenden von DDR Flüchtlingen. Dann weiter an einem Wegweiser zur Gedenkstätte “Dora”. Dort wurden im Dritten Reich entsetzliche Greueltaten begannen. Heute erinnert sich kaum jemand daran.

In Wittenberg waren wir das letzte Mal kurz nach der Wiedervereinigung. Da war die ganze Umgebung von Wittenberg eine trostlose Gegend von leerstehenden Chemiefabriken und Wittenberg selbst war auch in einem sehr trostlosen Zustand. Nach 30 Jahren ist das Land nicht wiederzuerkennen. Die Bundesrepublik hat ungeheure Summen aufgebracht, um gleich neue Straßen zu bauen und viele Städte zu restaurieren. Aus Wittenberg ist eine schöne Kleinstadt geworden. Vieles wurde besonders zum Jubiläumsjahr restauriert.


Susanne Fischer hatte uns eine Unterkunft in dem wunderschönen Hotel “Alte Canzlei” direct am Schlossplatz besorgt. Die Fenster unseres Zimmers sahen direct auf die Tür mit den 95 Thesen an der Schlosskirche. Susanne erwartete uns auch schon vor der Alten Canzlei und zeigte uns den Weg zu Fischers Wohnung, wo wir am Samstag Abend zu einem schmackhaften Essen mit der Familie und Freunden eingeladen waren.


Am Sonntag dem 8. September gingen wir zuerst morgens in die Stadtkirche, wo Martin Luther gepredigt hatte. Die festliche Einführung von Oliver Fischer fand dann im Rahmen eines Evensongs in der Schlosskirche statt. Es wurde eine lange Feier. Der Englische Chor aus Berlin war gekommen und sang. Oliver wurde feierlich von der Direktorin des Presiderseminars eingeführt.


Hinterher gab es einen Empfang im Schloss, wo die Studenten des Seminars ein lustiges Schauspiel veranstalteten. Oliver wurde hier mit außerordentlichem großen Wohlwollen aufgenommen und wir sind überzeugt, daß die Familie Fischer sich dort bald sehr wohlfühlen wird.


Harald Bartling


Einführung von Oliver Fisher als Studienleiter am Evangelischen Prediger Seminar Wittenberg , 8. September 2019.

Vertraut auf neuen Wegen, auf die der Herr uns weist (Nr. 395 aus dem Evangelischen Gesangbuch). Wie weit tun und wagen wir das wirklich? Aber eben diesen neuen Weg haben die Fischers gewagt, Oliver, Susanne, Emmanuel, Lucia und Anne. Und wohin? An keinen geringeren Ort als in die geschichtsträchtige Stadt Wittenberg, die Lutherstadt, von der seit 1517 so viele neue Ideen ausgingen, ja wo eine ganze Reformation ihren Anfang nehm.


Das Thema Bewegung war dann auch der Leitfaden von Olivers Predigt, die er nach seiner feierlichen Einsegnung hielt, in derselben Kirche, in der schon Martin Luther predigte. Sicher war sich Oliver dieser historischen Bedeutung bewusst, als er von Bewegung damals und heute sprach: Wie wird es weitergehen, worin sehen wir unsere Aufgaben heute, was wird die Zukunft bringen? Und welche Verantwortung sind wir bereit zu übernehmen?

Mein Mann, Robert und ich hatten das unglaubliche Glück diesen besonderen Tag, der Einführung von Oliver mit vielen anderen zu teilen. Die alte Schlosskirche war voll besetzt mit Wittenberger Mitbürgern, mit Freunden der Fischers, Familienmitglieder und eine kleine Abordnung unserer Gemeinde Cambridge und East Anglia.


Der Gottesdienst im Abendgottesdienst wurde musikalisch vom englischen Chor, Berlin, unter der Leitung von Kathleen Bird virtuos begleitet. Die Feier war eine wahre Ohren- und Augenweide für Herz und Sinne die an Festlichkeit alles übertraf.


Fürs leibliche Wohl sorgte dann das anschließende köstliche Büfett, gefolgt mit einer humorvollen Aufführung von Absolventen des Predigerseminars, die Olivers bisherigen Lebensweg bis hin zu diesem Ort zum Thema hatte.


Leider mussten wir uns viel zu schnell verabschieden denn es wurde schon dunkel und wir hatten noch die Autofahrt nach Berlin vor uns.


Im Namen aller Mitglieder der Gemeinde Cambridge und East Anglia wuensche ich der Familie Fischer alles Gute und Gottes Segen mit auf ihren neuen Weg!


‘Vertraut den neuen Wegen auf die der Herr uns weist,
Weil leben heißt sich regen, weil Leben wanden heißt.’ (Klaus Peter Hertzsch 1989)

Gabriele Corfe, Bury St. Edmunds

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