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Beten für den Frieden

Freut euch in der Hoffnung, seid geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!

Freut euch in der Hoffnung, haltet durch in schweren Zeiten, bleibt beständig im Gebet (Röm 5,2; Hebr 10,32)



Enfach ein Licht anzünden, einen Moment ´Stille halten, Gott die Not hinhalten:


Gib Frieden, Herr, gib Frieden,

die Welt nimmt schlimmen Lauf.

Recht wird durch Macht entschieden,

wer lügt, liegt obenauf.

Das Unrecht geht im Schwange,

wer stark ist, der gewinnt.

Wir rufen: Herr, wie lange?

Hilf uns, die friedlos sind.


Gib Frieden, Herr, wir bitten!

Die Erde wartet sehr.

Es wird so viel gelitten,

die Furcht wächst mehr und mehr.

Die Horizonte grollen,

der Glaube spinnt sich ein.

Hilf, wenn wir weichen wollen,

und lass uns nicht allein.



Gib Frieden, Herr, wir bitten!

Du selbst bist, was uns fehlt.

Du hast für uns gelitten,

hast unsern Streit erwählt,

damit wir leben könnten,

in Ängsten und doch frei,

und jedem Freude gönnten,

wie feind er uns auch sei.


Gib Frieden, Herr, gib Frieden:

Denn trotzig und verzagt

hat sich das Herz geschieden

von dem, was Liebe sagt!

Gib Mut zum Händereichen,

zur Rede, die nicht lügt,

und mach aus uns ein Zeichen

dafür, dass Friede siegt.



EG 430 (nach Predigt von Sebastian Stahl)Dies Lied geht auf ein Friedensgedicht von Ernst Moritz Arndt von 1837 zurück. 1963 schrieb es  Jan Nooter in ein niederländisches Kirchenlied um (Geef vreede, Heer, geef vrede).  In der Friedensbewegung der DDR spielte die 1980 von Jürgen Henkys ins Deutsche übertragene Fassung eine nicht unwichtige Rolle.


Überall da ist Krieg. Überall dahin gehen unsere Bitten und Gebete um Frieden.

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