Angedacht


Liebe Leserin, lieber Leser,

manchmal wünsche ich mir, ich könnte zu Weihnachten etwas Anderes erzählen. Nicht diese alte Geschichte von Maria und Joseph und dem Kind von Bethlehem, die schon jeder kennt; eine ganz neue, moderne Geschichte müsste es sein, so spannend wie die, die im Fernsehen gezeigt werden, und so aktuell, wie die Zeitungen sie berichten. So dass alle merken würden: Weihnachten, das ist nicht nur eine alte Tradition, ein Märchen aus der Kindheit, sondern das hat etwas mit dem wirklichen Leben zu tun.


Und dann sitze ich doch wieder über diesem alten Text aus Lukas 2, den ich längst auswendig kenne – und merkwürdig: jedesmal ergreift mich wieder die gleiche Faszination. Weil ich spüre: da geht es nicht nur um irgendwelche Ereignisse, die sich zu einer ganz anderen Zeit in einem ganz anderen Teil der Welt abgespielt haben, sondern um Erfahrungen, die wir bis heute machen. Um Dunkelheit und Licht, Heimatlosigkeit und Geborgenheit, Angst und Hoffnung, Verlorenheit und Neuanfang. Eine Geschichte, die alles in sich enthält, was dem Leben Tiefe und Bedeutung gibt. Vielleicht liegt es daran, dass am Heiligen Abend die Kirchen so voll sind wie zu keiner anderen Zeit des Jahres.


Natürlich wird nicht jeder, der da kommt, die Botschaft auch glauben. Dass da wirklich der Heiland geboren ist, der der Welt Frieden bringt: das entdeckt man nicht, wenn man diese Welt nach ihrem äußeren Erscheinungsbild beurteilt. Aber auch der, der nicht daran glauben kann, spürt die Wahrheit, die in dieser Geschichte liegt: dass Freude nicht gekauft werden kann, sondern aus dem Staunen und der Dankbarkeit für kleine Dinge entsteht. Dass Frieden nicht von Politikern ausgehandelt werden kann, sondern im Inneren von Menschen wachsen muss. Und dass der, der sich davon ergreifen lässt, dadurch ein Stück Heilung an sich selbst erlebt und weitergibt – all das wird als Ahnung auch von denen erfahren, die dem christlichem Glauben ansonsten eher distanziert gegenüberstehen.


Wie gut also, dass es diese Gottesdienste gibt! Dass mitten im Lärm, in der Geschäftigkeit, im Kaufzwang eine Ahnung von der ursprünglichen Weihnachtsbotschaft erhalten geblieben ist: das ist Grund zur Hoffnung. Grund genug, sich noch einmal an die Arbeit zu machen.

Mit guten Wünschen

Ihr Harald Bartling


Herzlich Willkommen


Sie sind jederzeit herzlich in unserer Kirchengemeinde willkommen, bei allen Veranstaltungen und zum Gespräch, auch wenn Sie nicht Mitglied sind.

Schön, wenn Sie bei uns etwas Heimat in der Fremde finden!

Da unsere Kirchengemeinden finanziell allein durch Spenden und Mitgliedsbeiträge existiert (wir erhalten keine Kirchensteuer), sind Sie herzlich eingeladen, Mitglied zu werden. Informationen dazu finden Sie auch auf unserer homepage: www.german-church.org/cambridge. Gern schicken wir Ihnen dies aber auch mit der Post zu.

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immer aktuell

Wenn Sie etwas auf dem Herzen haben und das einmal jemandem erzählen möchten, hören wir Ihnen zu. Wir besuchen Sie auch, wenn Sie das wünschen. Bitte melden Sie sich. Wir sind für Sie da.


Für Amtshandlungen (Taufe, Hochzeit) bitte im Pfarramt melden. Selbstverständlich sind wir auch in Trauerfällen für Sie da.


Sie sind herzlich willkommen, auch selber mitzuarbeiten in der Gemeinde – zum Beispiel beim Kindergottesdienst, beim Küsterdienst, bei der Vorbereitung und Durchführung von Festen – einfach im Pfarramt anrufen oder mailen.

Vielen Dank!


Fahrtkosten werden erstattet


Sie möchten gern an einer Veranstaltung teilnehmen, können aber nicht aus eigenen Mitteln hinkommen und ein Taxi wär einfach zu teuer? Für diesen Fall ist vorgesorgt: es gibt einen Geldfonds, den seinerzeit Kaiser Wilhelm II. gestiftet hatte, zur Förderung der Seelsorge. Dieses Geld kann nur für diesen Zweck ausgegeben werden, also nehmen sie dies gerne und guten Gewissens in Anspruch!


Kollektenzwecke


In Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen sammeln wir:

Im Dezember 2019 für Christian Aid

Im Januar 2020 für unsere eigene Gemeinde

Im Februar für die Seemannsmission

Im März wieder für unsere eigene Gemeinde


Ausblicke


Advent Advent

Auch in diesem Jahr gibt es in Cambridge einen Adventsbasar im Gemeindehaus und Garten. Am 1. Advent, dem 1. Dezember um 14 Uhr geht es los. Es gibt wieder handgebundene Adventskränze und Kerzen und Kranzdekorationen dazu. Neben Kaffee und Kuchen gibt es natürlich auch deutsche Bratwürstchen und selbstgemachten Glühwein sowie alkoholfreien Punsch. Am Adventsbazaar wird es wie üblich ein Bastelangebot für die Kinder im Klubraum des Gemeindehauses geben. Geplant ist in diesem Jahr Kekse dekorieren, Sterne basteln mit der Heissklebepistole und Kerzen marmorieren. Ab 16 Uhr gibt es ein deutsch-englisches „Carol Singing“ im Gemeindehaus.


Am 2. Advent, dem 7. Dezember, um 16.30 Uhr laden wir recht herzlich zur „Waldweihnachten“ im Pfarrgarten ein.


Unserer Partnergemeinde in Cambridge, St Mark’s in Newnham, lädt am 15. Dezember um 17 Uhr wieder zu einem Carol Service ein.

42 Ansichten

(+44) 1223-356167

4 Shaftesbury Road
Cambridge
CB2 8BW
United Kingdom

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